BGSkupturen

Alfred Huber:

Die wiedergefundene Geschichte des Menschen

Nichts wird hier mit großer Gebärde angepriesen, keine willentliche Steigerung oder Ergänzung verletzt die sensiblen Randzonen. Einfach und organisch gewachsen erscheinen die meist kleinformatigen Holzskulpturen von Klaus Fresenius, eingelassen zwar in den Raum, der sie umgibt, doch ohne Aufwand, ohne Verlust dessen, was sich an der Oberfläche seiner geschnitzten Figuren ereignet.

Parallelen zur afrikanischen Kunst bieten sich an, deren archaische Ausdrucksstärke dem Material abgewonnen wurde, als hätte es die Hand des Künstlers, sein schnitzendes Messer geleitet, vorbei an knorrigen Unebenheiten und splittrigen Auswüchsen zu immer neuen Formen und Gestalten, manchmal erfüllt von einem geradezu animalischen Leben. Wer genau hinsieht, entdeckt, wie behutsam Klaus Fresenius die Körper erforscht, ihr Verhältnis zu den Köpfen auslotet, wie er jede Linie und Furche mit unterschiedlicher Kraft und Betonung eingräbt, um einen Rhythmus zu finden, der auch dann noch trägt, wenn die Leiber und Gesichter uns Betrachtern eher fremd als vertraut anmuten.

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klaus fresenius
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